Wenn man mich im Kindergartenalter fragte, was ich mal werden möchte sagte ich schon damals: Erzieherin und genau so hab ich das dann auch gemacht. Ich habe einige Jahre in Kindertagesstätten in Paderborn und Düsseldorf gearbeitet, meine Ausbildung zur Heilpädagogin gemacht und war dann in einem Kinderheim in Lippstadt beschäftigt. Nach der Geburt unseres ersten Sohnes kaufte ich mir mein erstes eigenes Pferd. Nach der Geburt unseres zweiten Kindes wechselte ich meinen Namen und den unserer Söhne, indem ich meinen damaligen Freund und Vater meiner Kinder heiratete. 7 Jahre habe ich mich ausschließlich um unsere Kinder gekümmert. Als beide Kinder in die Schule, bzw. in den Kindergarten gingen, machte ich eine weitere Ausbildung. Ich wurde Reittherapeutin.
18 Jahren war ich in diesem Arbeitsfeld tätig. Schon 20 Jahre ist mein Therapiepferd „Sternchen“ (Baujahr 1997) an meiner Seite. Als nach 18 Jahren die beiden Nachwuchspferde, die die Zukunft meines kleinen therapeutischen Reitbetriebes sichern sollten so krank wurden, dass sie keine Klienten mehr tragen durften, musste ich eine harte Entscheidung treffen. Denn auch mein damals 25 jähriges Sternchen erkrankte so stark an einer Kolik, dass ihm nur eine OP das Leben retten würde. Die Pferde verkaufen und Platz für neue Pferde schaffen oder meinen geliebten Beruf als Reittherapeutin aufgeben? Ich entschied mich für meine Pferde und sie bekamen bei mir ihr Gnadenbrot. Sternchen erholte sich von seiner Kolik-OP. Während dieser Krise entstand mein erstes Buch.
Mittlerweile biete ich tiergestützte Heilpädagogik an . Dabei werde ich von Sternchen und unserer Dackel-Dame Helga unterstützt. Sternchen ist also wieder Therapiepferd - jedoch ohne tragende Rolle. Darüber hinaus ist er mein Begleiter durch die schöne Natur des Paderborner Landes, der Eifel, der Nordsee und vielen Orten mehr. Gemeinsam mit meinem Mann lebe ich auf einem kleinen Hof, auf dem auch meine Pferde, die Dackel-Dame Helga meines Mannes und unsere Katze Hermine zu Hause sind.